Schlafloses Wandeln – Ein Update

Seit meinem letzten schlaflos Post ist schon wieder eine ganze Weile vergangen. Und ich kann stolz sagen: Es ist kein Problem mehr!

Bevor jetzt die „ER WURDE GEHEILT!“ Schreie losbrechen, muss ich enttäuschen, nein wurde ich nicht. Ich schlafe in einer durchschnittlichen Nacht 3 – max. 5 Stunden. Was für den allgemeinen Schläfer nach einer ziemlich beschissenen Nacht klingt ist für mich der reinste Quell meiner Energie.

Da bin ich tatsächlich mal wieder so etwas wie ein Phänomen. Mit Schlafverlaufsprotokollen konnte recht einfach festgestellt werden dass mein Schlafbedarf verdammt unterdurchschnittlich ist. Wie macht man das: Insgesamt 6 Wochen zeichnete ich mein Schlafverhalten auf. Bettgehzeiten, Schlafenszeiten, wann ich aufwachte, wenn ichs wusste warum ich aufwachte, wann mein Wecker klingelte und wann ich letzendlich aufgestanden bin und dann als abschließende Frage ob die Nacht denn erholsam war.

Das erstaunliche Ergebnis: In Nächten in denen ich nach 1 Uhr ins bett bin und spätestens um 6 Uhr wieder aufgestanden bin, waren die in denen ich mich nach dem aufstehen erholt gefühlt habe.

Also für die Schlafproblematiker hier: Vielleicht schlaft ihr nicht zu wenig, sondern einfach zu viel 😉

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Schlaflos in Seattle …schön wärs!

In Sache Schlaf hat sich einiges entwickelt und ich möchte euch diese Veränderung natürlich auch mitteilen. Kurz gefasst: Ja ich habe mal wieder wirklich geschlafen.

Wie es dazu kam: Ich habe einiges versucht und verschiedene Tipps ausprobiert. Feng-Shui hat zum Beispiel nicht funktioniert, auch das auspowern um müde zusammenzusinken bei einem Umzug hat nichts gebracht auch Schlaflieder, Meditation, Progressive-Muskel-Entspannung und solche Sachen haben bisher auch keine Wirkung erzielt.

Nachdem aber eine extreme Schlafstörung nicht kompatibel mit einem normalen Leben ist, muss man irgendwann einfach handeln. Für mich war die Zeit zu handeln gekommen als auf der Arbeit nichts mehr ging und ich nur noch unkonzentriert und eigentlich zu nichts zu gebrauchen war, falls iche s überhaupt bis zur Arbeit geschafft hab. Ich hoffe dass ich in der jetzigen Episode der Schlaflosigkeit rechtzeitig die Bremse gezogen habe und nicht wie in meiner letzten Episode 2011/2012 erst nach gut einem Jahr Besserung in Sicht ist.

Die Bremse ist ein Schlafmittel zur akut Behandlung bei starken Schlafstörungen. Zopiclon. Es wirkt auch wenn nicht wie erhofft, denn ein weiteres Problem der Schlafmittel ist nicht nur die Abhängigkeit sondern auch die Toleranzentwicklung. 2011 konnte man mich mit einer halben Tablette (3,75mg) noch regelrecht ausknocken. Jetzt im Jahr 2014 zeigt die Normaldosis von 7,5 mg bei mir folgende gewollte Wirkung: keine. Ich möchte keinen zu Tablettenexpermimenten ermuntern, aber ich würde wetten dass die meisten von euch bei 7,5mg Zopiclon nicht lange stehen würden. Ich seh es zwischen Stolz und Erschütterung dass ich mit dieser Menge mehr als 24 Stunden nicht schlafen konnte, aber die Erschütterung überwiegt.

Keine Sorge, ich mache das ganze natürlich mit ärztlicher Betreuung. Wir haben die Dosis erhöht auf 15mg, also 2 Tabletten und erreichen damit die Höchstmenge die gegeben werden sollte, die Wirkung, naja es reicht mal zum Schlafen, mal nicht.

Es ist ein Teufelskreis mit Schlafmedikamenten und ich hoffe dass ich mich diesmal nicht zu lange im Kreis drehe bis ich zu einer Lösung komm

Tagebuch eines Schlaflosen II

Nachdem mit den letzten paar Zeilen zum Thema Schlaf bereits eine kleine Diskussion entbrannt ist was die medikamentöse Behandlung von Schlafstörungen angeht erfahrt ihr heute meine Meinung dazu.

Ich bin ein Mensch der erstmal nicht viel von Medikamenten hält. Egal ob Erkältung, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, im Normalfall nehm ich keine Tabletten oder anderes Zeug.

Aber ich bin auch der Meinung dass man irgendwann nicht mehr um Medikamente rum kommt. Und neben schweren körperlichen Erkrankungen (und ich meine nicht den tödlichen Männerschnupfen) sind das für mich auch Depressionen und nach einer gewissen Zeit Schlafstörungen.

Aktuell nehme ich kein Schlafmedikament. Was aber auch nur daran liegt dass ich mich bereits 2012 durch eine riesige Palette an Schlafmedis gequält habe und sich damals schon gezeigt hat dass die Medikamente entweder nicht anschlagen oder einfach zu schnell abhängig machen.

Soweit erst einmal, wen übrigens die Folgen von Schlafmagnel interessieren dem sei diese Infografik ans Herz gelegt:

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Tagebuch eines Schlaflosen I

Momentan begleitet mich ein Freund, den ich nach langem Kampf vor einem Jahr für besiegt gehalten habe: Die Schlafstörung. Eine nichtorganische Insomnie. F51.0.

Das heißt: Mein Körper ist nicht Schuld. Man kann mich drehen, wenden, untersuchen wie man will, man findet nichts was diese Schlafstörung ausgelöst hat.

Auch der lieb gemeinteste Ratschlag ever: Schlaf dich halt mal aus. Bringt leider wenig. Denn dass Problem ist nicht mangelnde Müdigkeit.
Müde ist man ohne erholsamen Schlaf schnell den ganzen Tag. Müde, Konzentrationsspanne wie ein Eichhör…. oh eine Nuss …nchen und Augenringe bis in die Kniekehle, um nur mal einen kleinen Auszug der Probleme zu zeigen.

Ich denke aktuell wird mich das Thema noch eine ganze Weile beschäftigen. Ich werd euch auf dem laufenden halten!